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Gesundheit für alle ist eine der zentralen Forderungen an eine humane Gesellschaft. Deshalb ist die grundlegende Modernisierung des Gesundheitssystems eine wesentliche Herausforderung in Zeiten großer Umwälzungen im 21. Jahrhundert. Die in der Initiative Gesundheitswirtschaft engagierten Unternehmer und Betriebe fördern daher eine Gesundheitspolitik, die bereit und in der Lage ist, die Bedingungen für ein patientenorientiertes Wettbewerbssystem zu schaffen.

Die Gesundheitswirtschaft ist mit über 6 Millionen Arbeitsplätzen in Deutschland die beschäftigungsstärkste Branche. Ihr Umsatz beläuft sich auf über 350 Milliarden Euro. Sie besteht aus der Summe aller Unternehmen und Institutionen, die direkt und indirekt für erkrankte Menschen wirken und zur Vorsorge beitragen. Zur Gesundheitswirtschaft gehören die Gesundheitsdienstleister, ambulant tätige Ärzte und Krankenhäuser, Apotheken, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegedienste und –heime, Medikalproduktehersteller, Pharmaunternehmen, Medizingeräteproduzenten, Krankenversicherungen, Forschungseinrichtungen sowie Serviceanbieter.

Die Gesundheitsbranche ist in Bewegung. Der Fortschritt macht nicht halt, die Zahl alter Menschen wächst, die der jungen sinkt. Die Frage nach einem gerechten System der Finanzierung der sozialen Sicherung wird immer eindrücklicher gestellt. Zugleich weichen die traditionellen Sektorengrenzen übergreifenden Netzwerken, wächst die Bildung von Allianzen in der Gesundheitswirtschaft. Nur gemeinsam sind die kommenden Jahre steuerbar und gestaltbar. Wichtig ist bei allem, den Patienten, den Menschen im Fokus zu sehen.

Die Mitglieder der Initiative Gesundheitswirtschaft sind davon überzeugt, dass innovative Unternehmen in der Lage sind, die Qualität und die Produktivität der Gesundheitsleistungen zu steigern und damit eine wachsende Nachfrage mit guter Medizin zu bezahlbaren Preisen zu befriedigen. Wichtig dafür ist die Etablierung eines Wettbewerbssystems, in dem der Staat die Marktordnung gestaltet sowie den Patientenschutz stärkt und die kreativen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sich erfolgreich durchsetzen können. Das Wachstum der Gesundheitswirtschaft kann somit zur Lokomotive der gesamten Volkswirtschaft werden und schafft zusätzliche Arbeitskräfte und Zuwächse durch privat finanzierte Nachfrage. Die Förderung einer Sozialen Gesundheitswirtschaft ist das Bestreben der in der Initiative Gesundheitswirtschaft engagierten Unternehmen.

Die Initiative Gesundheitswirtschaft bietet sich einer reformorientierten Politik als Partner an. Es geht darum, einer bedeutenden Zukunftsbranche und dem Motor künftigen Wachstums der Volkswirtschaft einen gesetzlichen Rahmen zu gestalten, der die Kreativität der Akteure im Interesse der Patienten herausfordert. Nicht jammern und Resignation angesichts großer Herausforderungen sind gefragt, sondern Mut und Zuversicht. Allen Menschen die moderne Medizin auch in Zukunft verfügbar zu machen und gleichzeitig die Qualität der Leistung zu garantieren, ist dabei ein hohes ethisches Ziel.

Die Initiative Gesundheitswirtschaft erwartet von der Politik zielgerichtete und entscheidende Schritte zur Schaffung einer patientenorientierten Wettbewerbsordnung im Gesundheitsbereich. Die Chancen der Sozialen Gesundheitswirtschaft für die Entwicklung unserer Gesellschaft sind gewaltig.

Vorsitzender Prof. Lohmann, Stellv. Vorsitzender Prof. Dr. Norbert Klusen, Stellv. Vorsitzender Anton J. Schmidt und Joachim Prölß

 

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